Am Freitag, den 22.04.2022 fanden sich etwa 80 Jugendliche der Feuerwehren Wolfsberg, St. Johann, St. Stefan, Reideben, St. Marein und heuer erstmalig des Jugendrotkreuzes mitsamt Betreuern im Rüsthaus Wolfsberg ein, um den Beginn der  „24-Stunden-Übung“ des Abschnittes zu starten. In den kommenden 24 Stunden sollten gemeinschaftliches Beisammensein, Kochen, Spielen und vor allem drei Einsatzübungen warten. Als wahres Highlight bei der 24-Stunden-Übung, welche in der Feuerwehr Wolfsberg bereits seit einigen Jahren erfolgreich über die Bühne geht, sei sicherlich das Übernachten in den Rüsthäusern zu erwähnen. 

Nach der offiziellen Eröffnung und einem Burger zum Abendessen wurden gleich die ersten Feuerwehren zur Einsatzübung in die Schwemmtratten alarmiert. Annahme war ein Flugzeugabsturz, welcher eine VU verursachte. Das Flugzeug selber befand sich am Gelände der Hermes Pharma, der VU bei der Hintereinfahrt vom Schloss Wolfsberg. Natürlich musste auch der Schlosswald durchsucht werden, um nachschau zu halten, ob es noch weitere Verletze gibt. Nach der ersten Erkundung mussten sich die Wehren und das ÖJRK aufteilen, um die drei Einsatzadressen abzuarbeiten. Neben dem Retten und Bergen von Verletzten musste auch auf den Brandschutz gedacht werden, Licht musste hergerichtet werden, die Hydraulischenrettungsgeräte bedient werden und einiges mehr.  Nach der „erfolgreichen“ Einsatzdurchführung konnten die Feuerwehren zur Nachtruhe in die Rüsthäuser einrücken, ehe sie am Samstag um etwa 5:30 aus dem Schlaf gerissen worden.

Ein weiteres Highlight wartete bei der zweiten Übung auf die jungen Feuerwehrmitglieder: Die Übungsannahme war ein Haufenbrand. Bei diesem Einsatz mussten wiederum zwei Angriffsleitungen errichtet werden, eine Wasserversorgung aus dem Bach geschaffen werden, ein Atemschutzsammelplatz wurden errichtet und zusätzlich wurde ein Schaumangriff aufgebaut. Nachdem „Brand aus“ gegeben werden konnte und alle Gerätschaften wieder einsatzbereit in den Fahrzeugen verstaut waren, lud die Feuerwehr St. Marein alle zu einem Frühstück ins Rüsthaus St. Marein ein.Gleich nach dem Frühstück hatten die Ausbilder eine große Aufgabe für die Jugendlichen. Sie mussten mit eigener Kraft das GTLFA 8000/200 ziehen, zur Info dies ist das größte TLF Kärntens und hat ein Gewicht von ca. 26.000 Kilo! Dies war aber mit vereinten Kräften klein Problem für die Jugendlichen. Am Vormittag stand dann noch eine abschließende Übung (Einsatz) am Programm, welche im Einsatzgebiet von St. Johann stattfand. Annahme war ein Flugzeugabsturz welcher einen Wirtschaftsgebäudebrand verursachte. Bei diesem Szenario mussten wieder alle Wehren und das ÖJRK zusammenarbeiten. Es mussten unter anderem wieder mehrere Angriffsleitungen errichtet werden, die Wasserversorgung musste errichtet werden, Personen waren in einem verrauchten Stall vermisst und verletzt. Diese mussten gefunden werden und dem ÖJRK übergeben werden! Nach dem Einsatz und der Übungsbesprechung wurden die Fahrzeuge gereinigt und aufgerüstet! Gleich darauf lud die Feuerwehr St. Stefan zu einer Grillerei in das Rüsthaus St. Stefan ein! 

Nach einem ausgewogenen Mittagessen versammelten sich alle Wehre und das ÖJRK im RH Wolfsberg um einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu machen! Der Jungendfeuerwehr wurde unter anderem ein RTW gezeigt, Erste Hilfe und retten von Verletzten! Dem ÖJRK wurden Fahrzeuge gezeigt, das Rüsthaus, aber auch eine fahrt auf der TM37 (Teleskopmastbühne 37 Meter) durfte nicht fehlen!

„Feuerwehr kann nur als Gemeinschaft funktionieren“ – das hat sich auch bei dieser Übung gezeigt. Bereits den Jüngsten in der Feuerwehr soll das kameradschaftliche Zusammensein über die Feuerwehrgrenzen hinweg vorgelebt werden. Besonders erwähnenswert ist, dass während den Übungstagen einige höhere Feuerwehrfunktionäre anwesend waren, um sich von der Effizienz und Leistungsfähigkeit der Feuerwehrjugend zu überzeugen – auszugsweise seien Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Wolfgang Weißhaupt, Stadtrat Christian Stückler, Abschnittsfeuerwehrkommandant ABI Christoph Gerak mit Stellvertreter HBI Martin Kalcher und Bezirksjugendbeauftragter OBI Alfred Gollob erwähnt. (Sowie natürlich viele weitere, die in dieser Aufzählung leider nicht alle erwähnt werden können.) Ein großes Dankeschön ist an ALLE gerichtet, an alle Jugendlichen, alle Betreuer, alle Helfer bei der Bewirtung sowie an alle Funktionäre, die an der Organisation der Übung beteiligt waren.