Am Freitag, den 08.02.2019 hielt die Freiwillige Feuerwehr Wolfsberg ihre 149. Jahreshauptversammlung ab. Diese fand heuer, in Anbetracht des „Jubiläumsjahres“ im reichlich geschmückten Rathausfestsaal statt. Kommandant HBI Christoph Gerak konnte neben den Feuerwehrmitgliedern auch eine große Zahl an Ehrengästen – Feuerwehrfunktionäre, Politiker und Vertreter anderer Einsatzorganisationen, sowie zahlreiche Vertreter der Lavanttaler Feuerwehren begrüßen.

Wie gewohnt wurde durch den Kommandanten, HBI Mag. Christoph Gerak, eine Rückschau auf das vergangene Jahr gehalten: Vermutlich erstmals in der Geschichte der Feuerwehr wurde die „Hunderter Marke“ erreicht – mit 31.12.2018 betrug der Mannschaftsstand nämlich 103 Mitglieder, untergliedert in 59 aktive Mitglieder, elf Mitglieder auf Probe, einem Mitglied des Reservestandes, 14 Altkameraden und 19 Feuerwehrjugendmitglieder. Erfreulicherweise ist der Mitgliederstand in den letzten zehn Jahren kontinuierlich angewachsen. Dies steht wohl mit der Gründung der Jugendfeuerwehr im Jahr 2008 in Verbindung.  
2018 musste die Feuerwehr Wolfsberg zu 335 Einsätzen ausrücken, die sich in 101 Brandeinsätze und 234 Technische Einsätze aufteilten. Gesamt waren 3.135 Mann etwa 7.602 Stunden im Einsatz. Kommandant-Stellvertreter OBI Ing. Stefan Kainz-Pauscha erläuterte die Einsätze des vergangenen Jahres näher: Besonders in Erinnerung bleiben werden die Unwettereinsätze im August bzw. September.
88 % der Einsätze fielen im eigenen Zuständigkeitsbereich an, während 12 % überörtlich zu leisten waren. Neben den Einsätzen leisteten die Feuerwehrkameraden 768 „sonstige Tätigkeiten“, also Übungen, Schulungen, Kursbesuche, Bereitschaftsdienste, Verwaltungstätigkeiten und kameradschaftliche Tätigkeiten. Gesamt wurden im Vorjahr bei 1.102 Tätigkeiten 27.499 Stunden von den Feuerwehrmitgliedern freiwillig und unentgeltlich, zum Wohle der Gemeinschaft, geleistet.
Nach den Berichten der Ämterführer, die auch heuer wieder mit beachtlichen Zahlen und enormer Leistungsbereitschaft Glanzleistungen glänzen konnten, wurden Angelobungen, Beförderungen, Ehrungen, Neuaufnahmen und Überstellungen vorgenommen: Neu in die Feuerwehr aufgenommen wurde PFM Elias Trinkl. Von anderen Feuerwehren überstellt wurden HFM Christoph Lichtnegger, FM Andreas Sabitzer, OFM Christian Sabitzer und HFM Michael Sabitzer. HFM Markus Schauer trat eine Gastmitgliedschaft in der FF Wolfsberg an. Befördert wurden FM Alexander Kores und FM Florian Zarfl (beide zum OFM) und OLM Daniel Megymorecz (zum HLM). Mit Dienstaltersabzeichen ausgezeichnet wurden LM Andreas Eberhard und FM Alexander Fritzl (jeweils 5 Jahre Dienst), OFM Patrick Kainz und FKUR Mag. Eugen Länger (jeweils 10 Jahre Dienst), OBI Ing. Stefan Kainz-Pauscha und HFM Harald Satz (jeweils 20 Jahre Dienst), OLM Roland Gostentschnig, HFM Johannes Hauser und HFM Michael Joham (jeweils 25 Jahre Dienst), HBM Josef Kraschowitz, BM Robert Leitner und FA Dr. Christoph Mayr (jeweils 30 Jahre Dienst), BM Eduard Regenfelder (45 Jahre Dienst) und HBI Joachim Ressler (50 Jahre Dienst). Die Kameraden HFM Rudolf Flaggl und HFM Burghard Maier durften im Kreise der Altkameraden begrüßt werden. Bürgermeister Hans Peter Schlagholz und Kommandant HBI Christoph Gerak konnten eine beachtliche Zahl von neun Jungkameraden angeloben und zum FM befördern: PFM Jan Fellner, PFM Sebastian Klöcker, PFM Manuel Merlin, PFM Fabian Tschabuschnig (alle im Vorjahr aus der Jugend überstellt) sowie PFM Dominik Maier, PFM Martin Radl, PFM Michael Veidl, PFM Emanuel Walzl und PFM Michael Zarfl.

Die diesjährige Jahreshauptversammlung fungierte zusätzlich als Art „Jubiläumsabend“ – deshalb folgte nun ein besonderer „Programmpunkt“. Um den eigenen Kameraden, den geladenen Gästen sowie der Presse einen Einblick in die 150-jährige Geschichte der Feuerwehr zu geben, wurde ein „historischer Rückblick“ dargeboten, der sich keineswegs nur auf „Daten und Fakten“ beschränkte. Zur Veranschaulichung der geschichtlichen Entwicklung wurden drei Epochen schwerpunktmäßig behandelt – die „Kaiserzeit“, die „goldenen 20er Jahre“ sowie die „wilden 70er Jahre“. Ein Feuerwehrmann in verschiedenen Uniformen, die im Laufe der Geschichte in Verwendung waren, wurde von von bekannten Persönlichkeiten aus den verschiedenen Epochen - dem Kaiser, einem „Gentleman“ aus den 20er-Jahren sowie einem Hippie begleitet
Nachdem die „Reise durch die Vergangenheit“ zu ihrem Ende gekommen war wandte man sich der Zukunft zu– der Feuerwehrjugend. Im Vorjahr konnte die Bewerbsgruppe der Feuerwerhrjugend Wolfsberg, erstmals seit ihrem Bestehen, an den Bundesmeisterschaften in Wien teilnehmen. In Form eines Interviews berichteten die Mitglieder der Bewerbsgruppe, die zum Großteil bereits aus der Jugend in den Aktivstand übergetreten sind, über ihre Erfahrungen, die sie bei den Bewerben sammeln konnten.
Zu guter Letzt überbrachten einige der zahlreichen Ehrengäste, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Wolfgang Weißhaupt, Landesfeuerwehrkommandant LBD Ing. Rudolf Robin, Kontrollinspektor Gerhard Esterle von der Polizeiinspektion Wolfsberg, Oberrettungsrat DI (FH) Florian Schwarzl, Feuerwehrreferent Stadtrat Christian Stückler und abschließend der „Hausherr“ Bürgermeister Hans Peter Schlagholz ihre Grußworte. Die weiteste Anreise hatte sicher die Abordnung der Partnerfeuerwehr Herzogenaurach aus Franken. Deren Kommandant OBM Rainer Weber bedankte sich für die Einladung und verwies auf das 50-jährige Jubiläum der Partnerschaft zwischen den Feuerwehren Herzogenaurach und Wolfsberg.
Kommandant Gerak zeigte sich zum Abschluss erfreut, dass so viele eigene Kameraden aber auch Gäste der Einladung gefolgt waren und den eindrucksvollen Berichten der Jahreshauptversammlung folgten. Mit der Jahreshauptversammlung ist der „erste Akt“ im Jubiläumsjahr abgeschlossen. Ende Mai folgt, im Zuge des Feuerwehrfestes, der offizielle Festakt anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums. Dort erfolgt auch die Präsentation der Festschrift, die von der Feuerwehr Wolfsberg aufgelegt wird.